landesinfo Bhutan
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Die Geschichte des Landes |
Bhutan war vermutlich bereits 2000 vor unsere Zeitrechnung besiedelt, die geschiebene Geschichte beginnt viel später.
Nach Bhutanesischer Tradition beginnt die Geschichte Bhutans mit dem tibetischen König Songtsen Gampo um 700.
842 flohen viele tibeter nach Bhutan, in folge der verwirrungen in Tibet selbst.
Im 11. Jahrhundert gewann der Bhuddismus an Einfluss und erst ab dem 17. Jahrhundert wurde Bhutan geeinigt unter Ngawang Namgyel (1594-1651).
Bis ins 18. Jahrhundert unterhielt dieser Staat politische Beziehungen nur mit Tibet, Lhadak, Sikkim und dem südlichen Nachbar Cooch Behar. England (das British Raj) versuchte in dieser Zeit Wirtschaftsbeziehungen mit Bhutan aufzubauen, was jedoch schwierig war und schliesslich zum Krieg von Duar 1864 führte. Im November 1856 wurde der Vertrag von Sinchula unterzeichnet, wodurch Bhutan im Süden Land verlor, jedoch von den Briten Pacht erhielt.
In dieser Zeit verlor die Zentralregierung immer mehr an Macht bis 1885 Ugyen Wangchuck die Macht übernahm und seine Gegner besiegte.
Er verstand es mit den British Raj gute Beziehungen zu unterhalten und deren Unterstützung zu gewinnen. Er konnte dadurch von Vertretern der monastischen Gemeinschaft, Bürokraten und des Volkes zum ersten Bhutanesischen König am 17.Dezember 1907 gewählt und ausgerufen werden.
Der dritte König Bhutan's, Jigme Dorje Wangchuk (1952-72) gilt als der Vater der modernisierung Bhutans, er adaptierte die Idee des Fünfjahresplans von Indien und integrierte Bhutan 1961 in die erste Internationale Organisation (Colombo Plan) und 1971 in die Vereinten Nationen.
Nach seinem Tod in 1972 bestieg sein Sohn, der aktuelle König des Landes, Jingme Singye Wangchuck im Alter von nur 17 Jahren den Thron. Er ist mit vier Frauen verheiratet (4 Schwestern) und hat 10 Kinder.
Er erlaubte die Einreise von Touristen und versucht das Land und seine Tradition zu erhalten, gleichzeitig zu modernisieren, ein Prozess der manchmal excessiv erscheint, aber dem Land bis heute nach aussen hin das Bild der Vergangenheit erhalten hat. Er gilt als beliebt unter der Bevölkerung, und als ein populist.
Im Jahre 1993 wurde durch die Bhutanisierung des gemischt bevölkerten Südens ein Exodus ausgelöst, der bis heute die Beziehungen mit Nepal behindert: ca 100.000 nepalesischsämmige Bhutanesen flohen nach Nepal, wo sie von der Regierung und den UNHRC betreut werden. Diese Flüchtlingsfrage erschwert immer mehr die bhutanesische Aussenpolitik.
Es gibt auch eine Oppisition zur Monarchie, welche teils geduldet teils verfolgt in Indien und Nepal unterschlupf findet. Prominennte opositionelle sind in Indien interniert und die Zukunft wird zeigen, ob Bhutan seinen Charakter erhalten kann oder nicht, denn wirtschaftlich steht Bhutan recht gut da und es leidet durch sein Fruchtbares Land nicht unter Nahrungsmangel.
Heute hat Bhutan seit dem 1.06.1999 ein eigenes Fernsehen, und Satellitenantennen waren bereits vorher (verboten, aber geduldet) im Süden des Landes und in Thimpu zu sehen. Ob der Sturm der Opposition und die Globalisierung jedoch das Land verschonen, wird nur die Zukunft erweisen.
Religion |
Der bhutanesische Staat subventioniert aus der Staatskasse direkt ca. 5.000 buddistische Mönche direkt. Neben dem Buddismus finden sich weiters Schamanismus und Animismus, im süden des Landes auch Hinduismus.
Der Bhutanesische Buddismus
Die offizielle Staatsreligion ist der Buddismus der Drupka Kagyu Linie des Tantrischen oder Mahayana Buddismus (auch tibetischer Buddismus). Er unterscheidet sich jedoch in Aspekten vom traditionell bekannten Tantrischen Buddismus und hat eine eigene Hierarchie.
Die Drupka Kagyu führen sich auf den heiligen Tsang-pa Jarey Yeshe Dorje (1161-1211) des Klosters Raglung (in Tibet) zurück.
Die Drukpa Kayu Linie wurde im 13. Jahrhundert nach Bhutan eingeführt und schnell zu Staatsreligion.
Die Hierarchie wird vom Je Khenpo angeführt, welche umfassende Macht (auch weltliche) hat und der den Staatsorden anführt.
Der Je Khenpo wird von dem Zentralkomitee des Orden gewählt und vom König bestätigt.
Bhutan hat mehr als 525 Lhakang's (Klöster) des Dhratsang und 144 welche direkt besonderen Lamas unterstehen, sowie weitere 800 Dorfklöster und 500 private Tempel.
Hinduismus und Schamanismus
Im Süden des Landes, zur Grenze nach Assam und Bengalen (Indien) herrscht unter der lokalen Bevölkerung der Lhotsampa (bhutanesen nepalesischer Abstammung) und Einheimischer "Urbevölkerung" assamesischer und bengalischer Herkunft natürlich der Hinduismus vor, der die Hügellandschaften bestimmt.
Dieser südliche Streifen des Landes ist nur sehr schmal, aber sehr fruchtbar und für das Land wichtig für die Lebensmittelversorgung.
In den östlichen Randgebieten Bhutans (Sandrup Jonkhar, Yangste) hingegen finden sich sehr viele Schamanistische Minderheiten, die mehr oder weniger den Schamanismus folgen, auch wenn dieser sich oftmals mit bhuddistischen Elementen verwebt und nicht leicht immer zu unterscheiden ist.
Christen und muslime
Diese beiden Gruppen sind eigentlich gar nicht vorhanden, christliche Gruppen gibt es im eigentlichen Sinne nicht, wenn man von den diplomatischen Chor und den Entwicklungshelfern absieht. Es gibt keine Informationen zu christlichen bhutanesen. Das selbe glit prinzipiell auch für muslime, welche praktisch nicht existent sind in Bhutan.
Politik und Staatswesen |
Verwaltung
Die Verwaltung des Staates ist unterteilt in 20 Dzongkhag (Provinzen), welche alle religiösen und weltlichen Angelegenheiten regeln und meist in sogenannten Dzongs untergebracht sind. Die Dzongkhang vereinen Gruppen von ausgewählten Persönlichkeiten und können den Tshogdu empfehlungen geben.
Der Tshogdu, oder die Nationalversammlung, besteht aus 154 Mitgliedern, und versammelt sich Jährlich oder auf besonderen Anlass des Presidenten des Tshogdu. Er hat beratende funktion der Regierung und formuliert Gesetze.
Der Lodoi Tsokde (Königliche Rat) bsteht aus einem vom König bestellten Presidenten, sechs angesehenen Persönlichkeiten und zwei Vertretern des Mönchsordens. Der Lodoi Tsokde ist in sändiger Sitzung.
Der Lhengyal Shungtshog ist die eigentliche Regierung, bestehend aus acht Ministern und neune Beratern des Königs. Die Minister werden vom Lodoi Tskode ernannt, die Berater vom König.
S.M. Jingme Singme Wangchuck regiert prinzipiell noch als Absoluter Herrscher das Land, lässt jedoch die meisten Entscheidungen "demokratisch" den Lodoi Tskode un Lhengyal Shungtshog, Bhutan praktisch in eine konstitutionelle Monarchie umwandelnd.
Wirtschaft
Bhutan ist ein reines Agrarland, welches sich selbst versorgt und fast alle Produkte selbst herstellt, ausser industriell erzeugte. Die wenige Industrie trägt gerade 5% zum BIP bei. Einige Bedeutung hat das Handwerk, welches grosses Ansehen in Bhutan hat.
Bhutan versucht in del letzten Jahren und Jahrzehnten seine Wasserenergie in Strom für das eigene Land, aber vor allem als Export nach Indien zu entwickeln. Indien hat grossen Bedarf an Energie und Bhutan sieht darin eine chance des Exports.
Es ist hierbei zu betonen, dass Bhutan den Naturschutz enormen Wert zuschreibt, und 27% des Landes sind unter Schutz gestellt!
Tsechus (Tänze) und Feste |
Wie auch sonst im Himalaya, so sind in Bhutan die meisten Menschen in abgelegenen Gegenden zu Hause. Die alljährlichen Feste in den Dzongs sind willkommene abwechslung und so spielen diese eine wichtige Rolle im Leben der Bhutanesen für viele verschiedene Zwecke.
Tsechu's oder Dromchoe's daueren immer drei bis fünf Tage und sind wichter Teil des sozialen Lebens, so manche Hochzeitsbande werden geknüpft, Verwandte und Freunde wiedergesehen, Opfer dargebracht und eingekauft.
Jeder Tshechu hat als Höhepunkt die Ausstellung enormer Thangkas (Rollbilder) Religiösen Inhalts, die sogenannten Thongdrel, welche immer eine besondere religiöse Geschichte erzählen.
Lokale Tsechus werden in jeden Distrikt abgehalten. zusätzlich zu den normalen Tsechus, gibt es drei besondere, welche besonders gefeiert werden.
Traditionelle und Farbenfrohe Tänze und Maksen werden dem Pubklikum vorgeführt. Wichtige Tsechus werden in Thimphu, Paro, Wangduephodrang, Trongsa, Bumthang, Mongar und Trashigang abgehalten. Die berühmtesten sind jene von Paro im Frühling und jener in Thimphu im Herbst.
Ein Besuch Bhutans mit einem Tsechu oder Dromchoe ist sicher ein besonderes Erlebniss.
Die Tsechu's oder Dromchoe's bis Dezember 2005 | ||
Voraussichtliche Daten des Bhutan Authority of Tourism |
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FESTIVAL |
VON - BIS |
REGION |
Wangdue Tshechu |
Sep 11 - 13, 2005 |
WANGDUE PHODRANG, WESTERN BHUTAN |
Thimphu Tshechu |
Sep 13 - 15, 2005 |
THIMPHU, WESTERN BHUTAN |
Nalakhar Tshechu |
Dec 15 - 17, 2005 |
BUMTHANG, CENTRAL BHUTAN |
Mongar Tshechu |
Dec 7 - 10, 2005 |
MONGAR, EASTERN BHUTAN |
Pemagatshel Tshechu |
Dec 7 - 10, 2005 |
PEMAGTSHEL, EASTERN BHUTAN |
Trashigang Tshechu |
Dec 8 - 11, 2005 |
TRASHIGANG, EASTERN BHUTAN |
Die Tsechu's oder Dromchoe's im Jahr 2006 | ||
FESTIVAL |
VON - BIS |
REGION |
Trongsa Tshechu |
Jan 8 - 10, 2006 |
TRONGSA, CENTRAL BHUTAN |
Lhuentse Tshechu |
Jan 8 - 10, 2006 |
LHUENTSE, EASTERN BHUTAN |
Choeten Kora |
Mar 14 - 29, 2006 |
TRASHIANGTSE, EASTERN BHUTAN |
Gom Kora Tshechu |
Apr 06 - 08, 2006 |
TRASHIANGTSE, EASTERN BHUTAN |
Chhukha Tshechu |
Apr 06 - 08, 2006 |
CHHUKHA, SOUTHERN BHUTAN |
Paro Tshechu |
Apr 09 - 13, 2006 |
PARO, WESTERN BHUTAN |
Ura Tshechu |
May 07 - 11, 2006 |
BUMTHANG, CENTRAL BHUTAN |
Nimalung Tshechu |
Jul 04 - 06, 2006 |
BUMTHANG, CENTRAL BHUTAN |
Kurjey Tshechu |
Jul 06, 2006 |
BUMTHANG, CENTRAL BHUTAN |
Thimphu Drupchen |
Sep 27 - Oct 01, 2006 |
THIMPHU, WESTERN BHUTAN |
Thimphu Tshechu |
Oct 02 - 04, 2006 |
THIMPHU, WESTERN BHUTAN |
Wangdue (Wangdi) Tshechu |
Sep 30 - Oct 02, 2006 |
WANGDUE PHODRANG, WESTERN BHUTAN |
Tamzhing Phala Choepa |
Oct 01 - 03, 2006 |
BUMTHANG, CENTRAL BHUTAN |
Tangbi Mani |
Oct 6 - 8, 2006 |
BUMTHANG, CENTRAL BHUTAN |
Jambay Lhakang Drup |
Nov 05 - 09, 2006 |
BUMTHANG, CENTRAL BHUTAN |
Prakar Tshechu |
Nov 06 - 08, 2006 |
BUMTHANG, CENTRAL BHUTAN |
Nalakhar Tshechu |
Nov 27 - 28, 2006 |
BUMTHANG, CENTRAL BHUTAN |
Mongar Tshechu |
Nov 27 - 28, 2006 |
MONGAR, EASTERN BHUTAN |
Pemagatshel Tshechu |
Nov 27 - 40, 2006 |
PEMAGTSHEL, EASTERN BHUTAN |
Trashigang Tshechu |
Nov 28 - 01, 2006 |
TRASHIGANG, EASTERN BHUTAN |
Lhuentse Tshechu |
Dec 28 - 30, 2006 |
LHUENTSE, EASTERN BHUTAN |