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PANCHAYAT

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 Die Frühe Geschichte

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Old picture of SwoyambhunathDer Beginn der Geschichte verliert sich in den Mythen und Sagen, allgemein wird die Geschichte Nepals mit der des Kathmandutales gleichgesetzt. Um 1.000 v.Ch. besiedelten die Kirati (aus Zentralasien) und Gopalas (aus Westindien) das Tal. Der berühmteste König der Kirati, Yalambar, beteiligte sich an den in der " Mahabaratha" beschriebenen Schlachten.

560 v. Ch. wurde in Lumbini der Historische Bhudda geboren. Von 450 v.Ch. bis 879 regierten die Licchavi, berühmt für ihre Steinskulpturen, sie wanderten aus Indien in Folge der Invasionen Muslimischer Herrscher ein.

Eine ihre Prinzessinnen, Bhikruti, heiratete den Tibetischen König Songtsen Gampo und führte damit auch den Bhuddismus nach Tibet (es war in Asien Mode, Nepalesische Frauen zu heiraten, ihre Schönheit und Grazie waren den Herrschern begehrenswert).

Nach den Licchavi, fielen die aus Rajastan (Indien) kommenden Thakuri 879 ein und regierten bis 1.182. Sie gründeten die Stadt Kathmandu und führtenden den bis heute gültigen Kalender ein (Nepal Sambat).

Die Malla (der Name bedeutet Kämpfer), fielen um 1.200 aus dem Terai ein, sie sind nach den Shah's die wohl berühmtesten Herrscher in Nepals Geschichte. Unter den Malla blühte die Kultur auf, aber auch Unglück suchte das Tal heim; denn in Jahre 1.349 wurde es Opfer der Islamischen Truppen unter Shams Ud-Dhin, der 5 mal das Tal in Folge heimsuchte. Viele Fürsten mußten fliehen und gründeten neue kleine Reiche in Zentralnepal (bassi raja) und Westnepal (chaubisi raja).

Um 1372 lies Yayashiti Malla als treuer und überzeugter Hindu das Kastensystem einführen, auch wenn er die anderen Religionen respektierte. Aber bereits hatten die Shahs interesse an Kathmandu, sie eroberten Gorkha in Zentralnepal 1559 und errichtenten ein starkes Reich. Aber bis nach Kathmandu war es noch weit, und so konnte sich das Tal entfalten.

Um 1.700 bildete sich auch der Kult der Göttin Taleju, der sich dann in den Kult der Kumari (die lebende Göttin) unter Yaya Prakash Malla umwandelte. Nach dem Tod von Yakhsa Malla, der sein Reich unter den drei Söhnen aufteilte, begann die entscheidenste Zeitepoche für das Tal. Die drei Reiche Kathmandu, Patan und Bakhtapur begannen sich gegenseitig Konkurenz um dei schönste Stadt zu machen. So entstanden die meiste heute zu bewundernden Kunstschätze. Sie hatten aber auch Kriegerische Auseinandersetztungen, die allerdings für die wichtigen religiösen Feierlichkeiten unterbrochen wurden, wo man dann sich gemeinsam(!) zeigte.

Der Handel mit Indien und Tibet brachte großen Reichtum, so wurden z.B. die Bronzefiguren für die Klöster in Tibet im Kathmandutal, dem damaligen Nepal, hergestellt, Salz und Stoffe gehandelt, Wegzölle erhoben usw.



 Die Einigung Nepals unter Prithvi Narayan Shah

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Prithvi Narayan Shah Prithvi Narayan Shah, großer Feldherr und Denker, begann sein Reich Zielstrebig zu erweitern, das Kathmandutal faszinierte ihn, seine Gorkhalisoldaten, berüchtigte Kämpfer, eroberten 1.745 die Festung Nuwankot, 20 km nordöstlich des Tales. Es sollten noch über 20 Jahre vergehen, bevor Prithivi Naryan dann 1764 Kathmandu während des Festes "Indra Jatra", berühmt wurde die Schlacht um Kirtipur, das erheblichen Widerstand leistete und als letze "Festung" erobert wurde.

Als Rache für die verlustreiche Schlacht, lies Shah den männlichen Einwohnern Kirtipurs die Nasen Abschneiden!. Diese Eroberung Nepals, des damaligen Namen des Tales, gilt als Meisterleistung Prithvi Narayan Shah's und als Begrüngdung des modernen Staates Nepal.

Die geschlagenen Malla Könige verloren alle Macht und verschwanden ins Exil oder verblieben als Reiche Bürger. Die nachflogenden Shah Könige eroberten mit Erfolg weiter, sie kamen bis nach Kashmir und Sikkim, griffen Tibet an (das mit Chinesischer Hilfe die Shah schlug) und expandierten schließlich nach Süden.

Das Britische Reich sah der Expandierung jedoch mit gemischten Gefühlen zu, was schliesslich zu Krieg führte. Die Britischen Truppen drangen bis zum Kathmandutal vor. Die Engländer, beeindruckt von dem Mut der Nepalesen, vereinbarten 1816 mit den Nepalesen einen Friedensvertrag, der zwar Nepal auf seine heutigen Grenzen reduzierte, aber den Nepali eine Schmach der Niederlage ersparte. Gleichzeitig mieteten die Engländer nun Nepalesische Truppen, die berühmten Gurkha Regimenter von den Nepalesen an. Nepal aber, in seinen Expansionsdrang gestoppt, isolierten ihr Land vom Ausland ab (bis 1950).


 Die Rana Periode

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JB Rana Jung Bahadur Rana, Offizier am Königshof, lies in einem spektakulären Coup am 14.09.1846 im Auftrag der Königin die gesamte im Palastr versammelte Elite ermorden, sich zum Premierminister und Maharaja ernennen. Der König verlor immer mehr die Macht, und Jung konnte sich zu absolutistischen Herrscher emporarbeiten.

Jung Bahadur Rana war sich seiner Macht so sicher, dass er 1852 England, Frankreich und Italien für ein ganzes Jahr besuchte und war von der Architektur und Kultur so sehr beeindruckt, daß er diesen Stil in Nepal einführte.

Der so gennante Ranastil entstand, mit seinem riesigen Palästen die über das gesamte Kathmandutal verstreut erbaut wurden. Der Singha Durbar Palast war das größte Gebäude in Asien mit über 1000 Zimmern, bevor es 1973 bis auf 90 Zimmer abbrannte und heute das Parlament beherbergt.

Die Rana Familien beherrschten die Politik und Wirtschaft innerhalb kurzer Zeit durch Intrigen und blutige Machtkämpfe und schlossen Nepal von der Aussenwelt weitgehend ab. Sie unterstüzten den englischen Machtanspruch über Indien durch entsendung von Gurkharegimentern (die bis heute im Dienste Englands stehen).

Die Rana führten aber auch die Etikette Europäischer Herrscherhäser ein, und führten ain ausschweifendes Leben auf kosten der Alllgemeinheit. 1947, im Jahr der indischen Unabhängigkeit, formierte sich der Widerstand gegen die Ranaherrschaft, die Nepal wie ihr persönliches Eigentum behandelten, während die eigentlichen Könige nur mehr Formal den Staat führten.




 Das Panchayat System

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1950 konnte der König Tribhuvan im November aus Nepal ins indische Exil reisen und von dort aus gegen die Rana agieren. Im Jänner '51 übernahm die Opposition unter der Führung des NC (Nepali Congress) die Stadt Birgunj und bald darauf das ganze Terai. Bereits am 9 Januar konnte der König zurück nach Nepal als Herrscher seines Landes und die Ranaregierung dankte ab.

Es wurde eine übergangsregierung gebildet und 1951 kündigte Tribhuvan demokratische Wahlen an. 1955 starb Tribhuvan und Mahendra übernahm die Krone, führte die Wahlen 1959 durch, die den Sieg des NC unter B.P. Kiorala erbrachten. Aber der König war mit der Entwicklung nicht zufrieden und lies am 15 Dezember 1960 die Regierung und alle Führenden Politiker verhaften, verbot alle politischen Parteien und führte das Panchayat ein. Dieses sah vor, das alle politischen Strukturen nach dem Hindusystem und unter kontrolle des Königs gegliedert waren. In der Theorie wurde das System auch vom Ausland als der Realiltät entsprechendes System gelobt.

Aber Korruption und Feudale Denkweise waren erhebliche Probleme in der Verwaltung und Führung. 1972 starb König Mahendra, sein Sohn Birendra Bir Bikram Shah Dev trat seine Nachfolge als 10. Herrscher der Shah Dynastie an. Birendra versuchte das Kommunikationswesen und die Infrastruktur zu verbesern, das System menschlicher zu gestalten, musste jedoch bald feststellen, dass der Machtapparat sich nicht mit seinen Idealismus anfreunden wollte.

Die ersten Proteste entwickelten sich gegen das korrupte Panchayatsystem, und der König lies 1979 nach gewaltätigen Zusammenstößen ein Referendum über das System abhalten. Das alte System gewann nur knapp mit 51% der Stimmen, und 1981 lies der König erneut politische Wahlen veranstalten, die ihm Rahmen des Panchayatsystems jedoch keine Veränderung brachten..

Bis 1988 sollte relative Ruhe im Land herrschen, aber nachdem Indien augrund verschiedener Ereignisse die Grenzen schloß, war Nepal von der Ausenwelt abgeschlossen. Selbst aufwendige Hilfe aus dem Ausland (Singapore schickte mit einer Luftbrücke Benzin nach Nepal!) konnte nicht wirklich das Embargo umgehen. Das Volk begann zuerst gegen Indien und dann auch gegen die Regierung zu protestieren. Die Opposition im Untergrung begriff die Chance und startete Aktionen und Demostrationen gegen die Regierung. Aber so leicht war es nicht, die alten Strukturen zu vernichten. Harte Kämpfe der Polizei und Armee mit der Opposition, Tote und viele verhaftungen folgten, bis 1990 die Demostrationen unter der Führung des NC und der Linken immer mehr zu einem Dauerzustand wurden.

Im März des Jahres kam es zu den größten bis dahin bekannten Aufständen gegen Korruption und für Menschenrechte und Demokratie, die Situation wurde "tödlich" im Sinne des Wortes.


 Die neue "Demokratie" ab 1990 bis heute

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Als dann am 6. April 1990 über 100.000 (inofiziell bis zu 500.000) Personen auf den Palast des Königs zumarschierten, starben über 100 Menschen im Kugelhagel der Polizei. Der König, unter enormen Druck aller Seiten, erklärte in der Nacht des 9. April das Ende des Panchayatsystems und die Einführung der Demokratie sowie eine Generalamnestie für alle politischen Häftlinge.

Unter der Führung von NC und der Kommunisten wurde eine Interimsregierung gebildet, die allgemeine Wahlen für 1991 vorbereiten und eine Verfassung ausarbeiten sollte.

Trotz erheblicher Behinderungen seitens der alten Elite, gewann der NC die Wahlen, jedoch waren die wahren Sieger die Kommunisten, die alle wichtigen Städte für sich gewannen. Alle Demokratischen Regierungungen konnten sich jedoch nicht lange halten, bereits 1994 übernahmen die Kommunisten die Macht.

Stängige Regierungs- und koalitionswechsel ermöglichten der Bürokratie und den Parteien, Korruption und Unterschlagungen zu nie gekannten ausmaßen zu entwickeln, während das Land ständig mehr verarmte.
Die horrende Korruption der Regierung und Verwaltung ist Beispielslos, kaum ein Verwaltungsakt ohne Bestechung. Selbst höste Beamte und Minister sind offensichtlich in allen Möglichen Skandalen verwickelt.

Die Maoistische Rebellion

Seit 1996 Jahren gibt es eine Untergrundbewegung, die Maobadi, welche auch mit Waffengewalt gegen das System kämpft, das immer noch von Ammesty International der massiven Menschenrechtsverletzung beschuldigt wird. In der Verwaltung und Politik sitzen noch immer "alte" Köpfe, und seit die "Maobadi" ihren Kampf von der Westlichen Landeshälfte auf ganz Nepal ausgedehnt haben, und viele Menschen ihr Leben verloren, muß sich die Regierung mit diesem Problem auseinandersetzen, da die Maobadis erhebliche Sympathie in der Bevölkerung erreichten.

Nach neueren Angaben sind mehr als 10.000 Opfer im Kampf zwischen Maobadi und Regierung zu beklagen, wovon Rebellen, Polizsten und auch Zivilisten (meist Mitarbeiter des Nepali Congress) die meisten Opfer sind. Amnesty International beschuldigt beide Seiten schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen. Touristen werden in seltsamer Übereinstimung jedoch bei allen Konflikten und Demonstrationen nicht behelligt, und so spüren diese eigentlich so gut wie nichts von dem Kampf des Volkes mit sich selbst auf dem Weg in die Zukunft.

Im verlaufe der ersten 12 Jahre demokratischen Nepals, verschlimmerte sich die Korruption und Misswirtschaft um ein vielfaches, der König wurde wieder als Führungskraft erkannt und erlangte eine ungeheuerliche Popularität, die dieser jedoch nicht einsetzte, um die Macht erneut an sich zu reissen. Birendra versuchte als Mittler zwischen den Fronten ausgleichend sein Ansehen einzusetzen, was jedoch von den politischen Machthabern nicht allzu gern gesehen wurde.

Das Massaker and der Königichen Familie

JB Rana Der 1. Juni 2001 wird in der Geschichte Nepals ein wichtiger Tag bleiben, an den das fürchterliche Massaker an der Königlichen Familie begangen wurde. An jenem verhängnisvollen Freitag abend wurde unter noch nicht geklärten Umständen der König Birendra Bir Bikram Shah Dev und seine gesamte Familie, sowie weitere Familienangehörige erschossen.

Die folgende Staatstrauer von 13 Tagen war erfüllt von Verzweiflung und unverständniss der Menschen Nepals, welche trotz Spezieller Untersuchungskommision noch immer auf eine wirkliche Aufkärung warten.

Das Massaker rüttelte erheblich am Selbstverständniss Nepals. Bald nach den Massaker musste die Regierung unter G.P. Koirala abtreten und Sher Bahadur Deuba bildete eine neue Regierung. Unmittelbar danach erklärt die Regierung den "Waffenstillstand" und auch die Maoisten sind bereit zu Verhandlungen, welche jedoch bald abgebrochen werden.

Neuere Geschichte und Entwicklung

Nach schweren Angriffen der Maoisten, löst der König auf antrag des Premier Deuba das Parlament im Mai 2002 auf, unter der Auflage, bald Neuwahlen abzuhalten. Deuba schafft es jedoch nicht, Wahlen wie versprochen anzukündigen oder konkret vorzubereiten.

Am 04 Oktober 2002 übernimmt der König Gyanendra wieder die Macht im Lande durch die Absetzung des Premiers und ernennt eine provisorische Regierung, die nun die Probleme des Landes lösen soll.

Der König schafft es die Maoisten zu Verhandlungen zu bewegen und ab Ende Januar 2003 steht tatsächich der Waffenstillstand bis August 2003, als die Maoisten wieder aus den Verhandlungen austreten und erneut den bewaffneten Kampf suchen. Die Politischen Parteien beginnen eine Protestbewegung gegen den König, die allerdings kaum unterstüzung von der Bevölkerung erhält.

Im Mai 2004 ernennt der König wieder Deuba als Minister, unter einer Mehrparteienkoalition, und bricht somit der Protestbewegiung den letzten Schwung. Die neue Regierung wird als versöhnung der wichtigsten Parteien (ausser den NC) mit den König angesehen und indirekt als Machtabgabe aufgefasst. Ob diese neue Regierung jedoch nun Erfolg hat, ist nicht abzusehen.

Nepal, zwischen Demokratie und Feudalem Denken muss noch viel tun, um wahren Frieden im Land zu schaffen.


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