menschen & religionen
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Die Völker des Landes |
Die Nepalesen unterscheiden sich in vielen Gruppen und Rassen, man spricht von ca. 70 Volksgruppen mit über 100 verschiedenen Sprachen und Dialekte, genaue Untersuchungen gibt es eigentlich nicht.
Es dürfte sich jedoch um ebensoviele Volksgruppen wie Sprachen handeln, die sich in zwei Hauptgruppen unterscheiden: die Indoarischen und Tibetoburmesischen Völker. So gibt es also den "Nepalesen" eigentlich nicht, sondern eine vielzahl von Gruppen, die das Nepalesische Volk bilden.
Offizielle Amtssprache ist das "Gorkhali", auch "Nepali", die sich aus dem Khas Bhasa entwickelte Muttersprche der beiden wichtigsten Volksgruppen: Chetri und Bramanen und heute Lingua Franca in Nepal. Chetri und Bramanen bilden auch die Reigierungsmehrheit und besetzen alle wichtigen Administrativen Ämter.
In den letzten Jahrzehnten vermischen sich die Völker realtiv häufig, ein Trend der sich in fast allen Schichten der Bevölkerung durchsetzt mit den neuen Generationen. Nur die hohen Kasten sind hiervon relativ unberührt...
Die Hauptrassen
Die Indoarischen Gruppen
leben Hauptsächlich im Terai und dem Hügelland, sie sind vom Indischen Subkontinent eingewandert und gehören den Hindiuistischen Glauben an, manchmal jedoch verwischen sie sich vor allem gegen Norden mit Buddhistischen Elementen. Bhramin, Chetri, Limbu, Tharu, Rai sind bekannte Indoarische Völker. Die Malla und Newar schufen die großen Kunsthistorischen Schätze des Kathmandutales.
Die Tibetoburmesischen Völker
leben meist im Hochgebirge entlang der Grenze zu Tibet und sind Bhuddisten oder Bön, sie leben Hauptsächlich von Landwirtschaft und Wanderhandel in höhen bis zu 5.000m. Diese Völker werden in Nepal auch als Bhotia bezeichnet. Tibetische Kultur und Religion, die Höchsten Berge Nepals machten sie berühmt, und so werden sie meist mit Nepal gleichgesetzt. Sherpa, Manangi, Thakali, Lopa und Dolpa-pa sind die bekanntesten Gruppen.
Von diese Gruppen sind besonders interessant die Gurungs, welche beiden Hauptreligionen angehören (je nach Höhenlage) und die Newar, die sich ebenfalls auf beide Religionen auteilen, bzw. diese stark vermischen.
Die wichtigsten Volksgruppen
Die offiziell 72 anerkannten nepalesischen Volksgruppen unterteilen sich nochmals in 32 offizielle Sprachen. Diese Zahlen sind jedoch sehr umstritten.
Die wichtigsten Gruppen sind Bahun (Bramin) und Chetri, welche die Politische und wirtschaftliche Macht halten.
Weitere Völker sind: Maithili, Bojpuri, Newari, Gurung, Tamang, Abhadi, Tharu, Magar, Limbu, Rai, Kiranti, Sherpa, Takhali, Rajbansi, Sata, Danuwar, Santhal, Khas, Chepang, Thami, Majhi, Dhimal, Bengali, Marwadi, Kumhale, Darai, Jirel, Byanshi, Raji, Thakuri, Raute, Damai, Sarki, Wadi, Lepcha, Kami.
Das Landleben
Hautpsäsälich von der Landwirtschaft lebend, produzieren di nepalesen reis, Getreide und Kartoffeln, neben relativ wenig Gemüse. Hierbei werden ausser im Terai und den inneren Himalayatäern wie den Surkhet-, Pokhara- und Kathmandutal kaum moderne Arbeitsmethoden angewandt.
Der Tag beginnt um 5 Uhr morgens und endet mit einbruch der Dunkelheit. Das leben ist extrem einfach und von harter Arbeit geprägt.
Im Süden des Landes gibt es einige sehr grosse Landbesitzer, sogenannte "Zenidar" welche ganze Dörfer verwalten oder "besitzen", und deren Menschen für diese arbeiten "dürfen".
In den Hochtälern des Himalaya sind die Menschen mehr "sozialistisch" mit viel gemeinsamen Besitz und gensossenchaftlichen strukturen.
Nomaden in Nepal
Verschiedene Völker in Nepal leben noch nomadisch, wie die Dolpa-pa, Lopa im hohen Himalaya oder die Raute oder Chepang in den Siwaliks und Mahabaratha Hügelketten. Chepang und Raute leben noch nach der Jäger und Sammlergesellschaft. Sie sammeln Beeren, Wurzeln, Früchte und Honig, bzw. Jagen.
Die Lopa und Dolpa sind mehr Handelsnomaden und Saisonsnomaden, die Salzhandel betreibend und des weiteren im Winter für Monate nach Süden wandernd, den Winter ausweichen.
Die Badi representieren Hingegen soziales Nomadentum, sie wandern durchs Land als Täzer und Unterhalter, im Westen des Landes. Sie praktiziern noch uralte geheime Tantrische Rituale, die ansonsten in Nepal (wie auch in Indien) seit langer Zeit nicht mehr praktiziert werden.
Stadtbevölkerung
Im Terai und in den grossen Täern des inneren Himalaya, haben siche grosse Städte wie Biratnagar, Kathmandu und Pokhara entwickelt. Diese leben haupsächlich vom Handel und etwas Industrie, und unterscheiden sich extrem vom rest des Landes, mit durchaus modernen Struckturen und Lebenstil.
Die grossen Newarstädte bilden noch die Ausnahme, sie sind auch heite noch traditionell strukturiert, nur Kathmandu, als hauptstadt des Landes, hat keine richtige newarstrucktur mehr, eine folge der ungeheuren Migration der nepalesen in diese Stadt.
Religionen und Kulte |
Die wichtigsten Religionen des Landes
Der Hinduismus als Staatsreligion wird offiziell von der (hinduistischen) Regierung mit ca. 85% Verbreitung im Lande angegeben, was so sicher nicht stimmt, sonder eher das Wunschdenken der regierenden Kasten ist.
Viel wahrscheinlicher ist eine Verbreitung des Hinduismus unter 50% der Bevölkerung, hauptsächlich in den Bahun- Chetri- sowie den hohen Khas- und Newarkasten.
Der grösste teil der Bevölkerung hat keine genaue Vorstellung von Religion als Philosophisches Konzept und Ideologie.
Da der grösste Teil der nepalesen tibetoburmesiscxher Abstammung ist, folgen diese mehr dem Bön oder tibetschen Bhuddismus, oder folgen dem Schamanismus und lokalen Naturreligionen, welche durchaus mit dem Hinduismus Verbindungen haben können. Da Bahun und Chetri im Zuge der "nepalisierung" des Landes stark missionieren, werden viele lokale Einflüsse aufgenommen, unterstützt durch die natürliche Flexibilität des Hinduismus selbst.
So finden sich selbst im Süden ebenso starke Religionen, welche mit den Hinduismus nur oberflälich zusammenhängen, namentlich die Tharureligion aber auch verschiedene andere.
Der nordstreifen des Landes ist ganz dem Bön und Bhuddismus in seinen verschiedenen Ausrichtungen gewidmet. Hier finden sich keine oder nur insulare Einflüsse der indoarischen Religionen.
Der Hinduismus
Der Hinduismus ist die am meisten verbreitete Religion Nepals. Er ist prinzipiell keine Dogmatische Religion, sondern basiert auf verschiedenen Heiligen Büchern, Sagen und Mythen. Die Wiedergeburt (Karma) ist wesentliches Element, ebenso wie die Unterteilung in Kasten der Gläbigen, welche jedoch nichts mit der allgemein bekannten Kastenunterteilung gemein hat, welche erst relativ spät als Machtmittel der Priester und Herrscher eingeführt wurde.
Es gibt auch keine eigentliche Hierarchie, aber besondere Merkmale des Nepalesischen Hinduismus wie den Kult der Kumari (die lebenden Göttinen im Kathmandutal), oder der Verehrung des Königs als Inkarnation des Hindugottes Vishnu (dem Erhalter und Bewahrer).
Der Hinduismus, trotz aller Verschiedenartigkeit auf dem Subkontinent, eint sich in den Glauben an das Karma und die vielzahl der Götter. Eine Besonderheit bildet die Religion der Newar, welche Hinduismus und Bhuddismus verschmolzen haben und den Kult der Kumari auch heute noch ausgeprägt pflegen.
Bhuddismus und dessen nepalesische Formen
Als zweite große Religion Nepals, wurde er von Gautama Siddharta, welcher in Lumbini (Terai) geboren wurde, begründet. So ist Nepal als Pilgerziel für alle Zweige des Bhuddismus auch heute sehr wichtig. Der Lamaismus oder Tibetische Bhuddismus ist Hierarchisch strukturiert, wobei der Dalai-, Pantschen-, Karmapa- und Cini Lama die vier führenden Autoritäten darstellen.
Der "Lamaismus" gründet sich auf die Lehre des Bhudda und das Mitgefühl, die Erleuchtung und das Karma. Vor allem die Vo¨lker des Hohen Himalaya folgen den Prinzipien des Buddhismu (aber auch dem Bön), hauptsächlich der Sakya-pa Sekte, während in den Urbanen Zentren der Newarbuddismus (Tantrisch)und die Gelupka-pa vorherrschen.
Es findet sich auch der sogenannte echte "Lamaismus" (Thamu), welcher vor allem unter den Tamang Verbreitung findet, wo sich tibetischer Bhuddismus mit Schamanistischen Elementen verbindet. Das Wort Lamaismus wird oft falsch als tibeteisches Möchstum verstanden, ist jedoch eigentlich die Tamangform dieser Religion.
Newar Religionen
Die Newars paraktizieren eine besonders interessante Mischform von Hinduisimus und Tantrischen Buddismus, vermischt mit starken schamanistischem Einflüssen. Oft schwer zu durchschauen, verbinden sich alle diese Elemtente und finden iher bekannteste Form in den Kumari, Gottheiten, welche sich in Jungfrauen manifestieren und die Menschen beschützen.
So ist eben die Kumari immer ein Mädchen aus buddistischer Familie (Sakya), jedoch eine Inkarnation der Südindischen Schutzgottheit Taleju Bhavani. Die Kumari von Kathmandu ist besonders bekannt, da Sie auch als Schutzgottheit des Königs fungiert (siehe Bild).
und den tibetischen Alokiteshavara finden wir als Machendranath wieder!
Die Newar kennen -ausser in den hohen Hindu Kasten- keine scharfe Trennung der Religionen, sondern sehen alle Gottheiten und Buddas als gleichwertig an.
Ursprünglich waren die Newar nicht Hindu's, sondern praktizierten ihren eigenen Bhuddismus, der Hinduismus kam erst relativ spät als Einfluss hinzu, vor allem nachdem die eingewanderten Malla Herrscher langsam ihre Religion, den Hinduismus mehr und mehr zur Staatsreligion machten.
Sehr interessant ist es zu beobachten, das jüngere Newars sich wieder nach einigen Jahren "hinwendung" zu Westen, sich sehr auf ihre eigenen Kultur besinnen.
Bön Po
Als vorbhuddistische Religion ist der Bön eine Schamanistische Religion mit Bhuddistischen Elementen, die Hauptsächlich im Nordwesten noch verbreitet ist (Dolpa, Humla, Mugu, Naar, Phu, Mustang ).
Ursprünglich in ganz Tibet und den Himalayaraum verbreitet, wurde diese Religion in Tibet durch den Mystiker Milarepa "vernichtet" durch einen mythosbeladenen Kampf mit dem Führer Naro Bön Cho am heiligen Berg Kailash, dem geistigen Zentrum (nicht nur) des Bön, und findet sich heute noch in Tibet.
In Nepal finden sich die wichtigsten Zentren des Bön, da durch die Hohen Berge des Himalaya die tibetischen Herrscher hier nicht den Bön verfolgen konnten, und somit "Bön-Inseln" auf der heutigen nepalesischen Seite weiterexistieren. Prinzipiell folgt der Bön Schamanistischen Grundgedanken, welche sich Teilweise mit Buddistischen gedankengut verschmelzen.
Typischer Unterschied ist das Umrunden von Chorten und Heiligen Orten, welche die Bön-po im Gegenuhrzeigersinn vollziehen, sowie die ebenfalls Umgekehrte darstellung der Swastika, ansonsten ist für den Ausenstehenden schwer ein Unterschied zu erkennen. Der Bön lebt in den letzten Jahren wieder etwas auf, nachdem die Schliessung der Grenzen zwischen Nepal und China (Tibet) vielen Vökern in den Grenzregionen ihre Wirtschaftsgrundlage entzogen hat, und nun langsam sich neue Einkommensgrundlagen entwickeln, welche auch den Klöstern und Mönchen wieder zugute kommen.
Schamanismus (Jankhri), Bokshi und Amchi
Der Schmanismus kann durchaus als die Hauptreligion Nepals bezeichnet werden. Die meisten Nepali folgen eigentlich keiner Religion in diesen Sinne, sondern halten sich an lokale "Guru's" und Priester, je nach Lage und wer gerade zur Verfügung steht.
Sei es ein Hindu Priester oder Schamane, ist oftmals kein Problem, da beide mit dem Göttlichen oder den Geistern in Verbindung stehen.
Man schätzt die Anzahl der Jhankris in Nepal auf mehr als 4.000, eine Beachtliche Anzahl, wenn man bedenkt, das Hindu Schamanen nicht mitgezählt sind.
Jhankri's sind das wesentliche Verbindungsglied zwischen Göttern und Menschen, sie Heilen Krankheiten, Beraten die Menschen in Lebensfragen und Astrologen die in Trance gehen können. Sie verbinden alle Religionen untereinander.
Sie haben großes Ansehen in der Bevölkerung und stellen die wesentliche medizinische Betreuungsfrom in Nepal dar und sind vergliechbar mit der sogenannten weissen Magie in Europa.
Bokshi sind das negative Gegenstück zu den Jankhri, da sie sich mit der schwarzen Magie beschäftigen. Die meisten Bokshi sind nur übles nachgerede. Wenn im eigenen Haus etwas nicht stimmt, dann ist es fast immer ein Nachbar, der eine Bokshi beauftragt hat, negativen Einfluss auf das Haus zu zaubern. Ein Jankhri muss dann her um das Gleichgewicht der Energien wiederherzustellen.Volkstämme.
Amchi sind das Gegenstück zu den Jankhri (vereinfacht ausgedrückt) und sind Heiler für die im Hochgebirge lebenden Tibetischen Volkstämme.
Muslime und Christen
An der Grenze zu Indien finden sich relativ viele Muslime, ebenso in Kathmandu, sie stellen eine jedoch geringe Anzahl de Bevölkerung dar (2%). Ebenso die Christen (0.3%), welche durch Missionierung sich stark unbeliebt gemacht haben, da diese illegal ist.
Es wird behauptet, durch die Missionare sei die Korruption in Nepal erst so Richtig in Schwung gekommen (damit diese missionieren können, sollen sie ungeheure Beträge an die Regierung bezahlt haben..)
Kunst und Kultur |
Nebenstehendes Bild: Kunstvoll verarbeites Detail des "Goldenen Tores" in Bhaktapur, Beispiel der Hohen Kunstschaffenheit der Newar.
Die Kunst Nepals wird generell als identisch mit jener der Newar verbunden, deren wichtigste Einflüsse indischer und tibetisch-chinesischer Art sind. Es gibt im eigentlichen Sinne keine "Kunst Nepals", da kein Volk dieses Staates in irgend einer Form, an die Hohe Qualität der Newarischen Kunst reicht. Im Zuge der vereinigungsbestrebungen der Regierung spricht man ofiziell von nepalesischer Kultur und Kunst, dies ist jedoch nicht zutreffend im Akademischen (und anderen) Sinn.
Die Geschichte dieser einzigartigen Kunst führt zurück auf vorbhuddistische Einflüsse, auf Zentralasiatische und schliesslich auch auf indischen Einfluss, der in Nepal bis ins 5. Jahrhundert nachvollziehbar ist.
Die tibetisch-chinesischen Einflüsse erreichem das Tal vom 4. Jahrhundert bis ins 7. Jahrhundert, um von den Newar assimiliert und in Ihre Kunst eingewoben zu werden, und diese dann sogar zu exportiern.
Die eigentliche Newar Kunst des Kathmandutales (damals "Nepala") formt sich ca. im 5.Jahrhundert und entwickelt sich bis ins 16.Jahrhundert. Holzschnizterei, Steinmetzkunst, Weberei, Keramik, Malerei und handwerkskunst im allgeneinen sind auf höchstem Niveau unter den Newar, bekannt und gefragt in ganz Asien.
Da die Künstler es als unerheblich betrachteten, wer die Kunst schuf, da sie Göttliches darstellt, weiss man kaum etwas über die Schöpfer dieser Kunstschätze.
Bekanntester Künstler, Architekt war wohl der nepalesische "Michelangelo", Arniko, ein geniales Multitalent, desse Name erhalten wurde durch seine Zahlreichen Auslandsaufenthalte unter anderem am Hofe Pekings, und es wird ihm nachgesagt, grossen Einfluss auf die Architektur der Pagoden gehabt zu haben, deren Ursprung im Kathmandutal liegen soll.
Nach der Eroberung des Kathmandutales durch Prithvi Narayan Shah im Jahre 1769 verliert diese Kunstform recht bald jeden Elan, da die Eroberer sich nicht mit der Kunst der Newar identifizieren, und sich mehr auf die vereinigung des Staates "Nepal" konzentrieren.
Die Allgemeine Volkskunst (heute oft als "Primitivart bezeichnet"), ist in Nepal hingegen wenig erforscht und bekannt, mit Ausnahme der "Maithili Kunst" welche sich durch ihre farbigen malereien in den letzten Jahren einen Namen gemacht hat, und sehr beliebt ist als Souvenir unter den Touristen.
Die "schönen Künste , wie Tanz, Musik, Malerei oder Theater finden viel Platz in der Gesellschaft des heutigen Nepals, welche sich nach Jahren westlich orientierter Kunstsuche, wieder stark für eigene Kunst interessiert.
Kurz die wichtigsten Kunst- und Kulturformen beschrieben:
Die Literatur ist relativ breitschichtig verbreitet. Die Nepalesen lesen gerne Zeotngen, aber auch die Literatur findet große verbreitung, limitiert nur in den ländlichen Gebieten, wo die Analphabeten relativ stark verbreitet sind. Leider gibt es wenige Übersetzungen ins Englische oder gar andere Sprachen, einige Deutsche Übersetzungen gibt es, sind aber schwer zu bekommen. In Zuge der Demokratisierung ds Landes nach 1990 und der damit verbundenen größeren Pressefreiheit hat eine regelrechte Explosion der Literatur stattgefunden.
Die politische Presse in Buchform ist durchaus sehr interessant, und oftmals auch ins Englische übersetzt.
Die Malerei ist bezogen vor allem auf religiöse Kunst der "Phauba" und "Thanka" sowie auf "Nepalesiche Landschaften und Gesichter", gern gekauft von Touristen.
Kontemporäre Kunst hat viel Raum gefunden und erfreut sich grosser Beliebtheit bei der Elite und der Expartiierten Gemeinschaft, findet jedoch schwer (zu unrecht) den Weg in ausländische Gallerien.
Das Theater, ist hauptsächlich als Strassentheater und Religiösses Theather zu verstehen. Nur in den grossen Ballungszentren findet sich Theater im westlichen Sinne. Das traditionelle Theather ist oftmals auch erzieherisch, politisch, sozial und auch natürlich religiös geprägt.
Der Tanz ist wichtiger Bestandteil vieler religiöser Feste, wie der Regentanz oder der Maskentänze, Cham oder schamanistische Tänze. Viele Tänze werden auch "gesponert", um religiösen Verdienst zu erwerben, vor allen gilt dies im bhuddistischen Kulturraum. Jhankri tanzen sich in Trance um mit der Überwelt in Verbindung zu treten in verschiedensten Formen (siehe auch unter Jhankri).
Aber auch klassische religiöse und profantänze Hinduistischer Prägung finden sich in Nepal, und bekannte indische Tänzer besuchen Nepal gerne. Eine eigene Tanzkunst entwlickelten die Newari, durchwoben von allen und oftmals stark tantrisch geprägt.
Moderner Tanz findet auch, wenn auch mehr oder weniger nur in Kathmandu Resonanz, vor allen südamerikanische Einflüsse.
Der Film, ist in seiner komerziellen Form stark von den indischen Film beeinflusst und auf die Nepalesischen Aspekte geändert. Die Filmindustrie ist relativ groß, und man findet überall Kinos, auch sehr gute. Ein Kinobesuch ist durchaus ein interessantes Erlebniss.
Nichtkommerzieller/Dokumentarischer Film wird mit oftmals wenigen Mitteln durchaus im internationalen Vergleich sehr gut gemacht, und ebenso werden auch inzwischen viele gute westliche Filme auf Festivals oder Veranstaltungsreihen gezeigt.
Im internationalen Film findet sich wenig zu Nepal, meist Expeditions- und Kulturfilme zu Nepal. Der wohl bekannteste Film ist "Caravan", ein hervorragend gut gemachter Film. "Der Ring des Bhuddas" ist aus deutscher Produktion über das Leben des legendären Geographen, Erkunders und Photogrphen Toni Hagen, der erstmals das Land Kartographisch erkundete.
Das Staatsfernsehen "Nepal Television", produziert eigentlich unter anderen, sehr viele gut gemachte Dokumentarfilme, welche jedoch ausserhalb Nepals nicht gezeigt werden.
Die Musik ist sehr wichtig im Leben aller nepalesen, es finden sich über 100 verschiedenen Musikinstrumente in Nepal! Es wird nicht stark zwischen religiöser und profaner Musik unterschieden. Viele Instrumente und "Musikstile" sind natürlich nur für religiöse Zwecke, und werden für nichtreligiöse Musik nicht verwendet. Musik spielt eine herausragende Stelle im kulturellen Leben der Menschen, vor allen unter den Newari , die eine sehr komplexe Musikstruktur aufgebaut haben.
Klassische Hinduistisch geprägte Musik ist ebenso stark verbreitet im Terai und den Hügelland, teils Nepalesisch transformiert, finden sich sehr gute Musiker in Nepal. Der königliche Hof unter König Birendra unterhielt ein ansehnliches Mäzenentum.
Westliche Musik findet viel Anklang unter den jüngeren Nepalesen, vor allen den in den urbanen Zentren lebenden. Das Niveau ist durchaus international und einige Jazz gruppen haben guten Erfolg auch im Ausland.
Viele junge Musiker fusionieren und experimentiern mit eigener und westlicher Musik. Viele Gruppen haben bereits auch erfolrgreich im Ausland gespielt.
Die Einführung der billigen CD's in Nepal hat einen Boom von Musikproduktionen ausgelöst, und mehr Musiker können heute wieder spielen als in er Vergangenheit. Einfach mal in ein paar CD's reinhören!
Das Kunsthandwerk hat nach Jahrzehnten der Stagnierung vor allem durch die Nachfrage durch den Tourismus, zum anderen durch die nun endlich öfters zu sehenden Renovationen an Tempeln und Häusern. Der Großteil des Kunsthandwerks wird von den Newar hergestellt, ein Teil von den Tibetern.
Alle Arten beleben sich und neben der bereits guten Qualität, finden sich in allen bis zu wirklichen Kunstwerken, seien es Holz- oder Metallfiguren und Formen, Schmuck oder Malerei, Stoffen und so weiter. Viele Dörfer im Kathmandutal können wieder von ihrer Handwerkskunst leben.
Ein großes Problem sind jedoch die billigeren indischen Industriekunsthandwerkskopien Nepalesischer Kunst für die Nepalesen, vor allen in der für Touristen billigeren schicht. Gutes Kunsthandwerk hat auch in Nepal durchaus seinen Preis, wenn auch viel günstiger als in Europa.
Kunst in Gefahr - Kunstraub und Handel
Obwohl der Handel mit Antiquitäten streng verboten ist, und Objekte älter als 100 bzw. 80 Jahren nicht ausgefürht werden düfen, finden sich zahllose skrupellose Liebhaber, welche solche Kunst kaufen.
Es ist wichtig zu wissen, dass jedes antike Kunstwerk aus Nepal gestohlen ist, gleich welche Entschuldigung vorgebracht wird, da das Exportverbot bereits vor der Öffnung des Landes im Jahre 1951 bestand.
Jeder Ankauf ist daher als Helerei zu betrachten und absolut verwerflich, da es sich in 99% der Fälle auch noch um lebendige Religionskunst handelt, und zahllose Tempel beraubt werden und wurden.
Das relativ hohe Ausmaß des Kunstraubes ist allerdings ohne die Hilfe von einigen unmoralischen Nepalesen auch nicht möglich, und es sind angeblich nicht wenige, welche durch Bestechung so manchen Stempel aufdrüken auf eigentlich "illegale" Exportgenehmigungen, welche ganz offen gegen Bezahlung ausgestellt werden!
Der "Kunstreichtum" Nepals verschwindet wieder und noch immer in Privatsammlungen in aller Welt. Meist handelt es sich um religiöse Objekte, welche von den Menschen nicht ihres Kunstwertes angesehen werden, sondern als eigene manifestation des unbeschreiblichen Göttlichen. So wird mit fast jedem Raub auch sehr grosses Leid an die verbliebenen Menschen angetan, welche die zerstörten Reste des Göttlichen weiterhin besuchen und sich sorgen um das wohl dieser Manifestation zu machen.
Die Gottheiten brauchen die Richtige "Plege" durch Puja's, das verstellen eines religiösen Objektes bedarf des Zuspuchs von vielen Orakeln, Sternen, Berechnungen, Opfern usw. Das gewaltsame "verstellen" dieser Objekte hat vielschichtige auswirkungen auf die unmittelbare nähe und manchmal auf die Welt. Es ist eine ausgesprochene Schweinerei unserer "Kunstsammler- und Händler", sich solche Objekte anzueignen und sogar aus dem Land zu schaffen.
Etikette |
Die struktur des Landes ist seit Jahrhunderten geprägt von der Dominanz der hohen Hindukasten, welche die Etikette des Landes eindrücklich beeinflusst.
Der "Muluki Ain", eingeführt im 14. Jahrhundert durch die Mallakönige, bestimmt die Verhaltensregeln zwischen den Mensche noch heute, auch wenn verschiedentlich Änderungen eingeführt wurden und offiziell das Kastensystem abgeschafft wurde. Die letzten großen Änderungen am Muluki Ain sind 1964 und 1991 gemacht worden.
Der Muluki Ain, durchgesetzt von den in der allgemeinen Bevökerung unbeliebten, aber Mächtigen Bramanen und Chetrikasten, bestimmt mit rigorosen Bestimmungen das Leben alle Völker Nepals, und reflektiert die Machtbesessenheit und Ignoranz der hohen Hindukasten.
Die rituelle Unreinheit ermöglicht es den hohen Kasten, Macht auszuüben, und dadurch die restlichen nepalesen für ihre interessen auszunützen.
Diese Absurdführung des Hinudismus erzeugt viel Konflikt in Nepal unter den Bevölkerung.
Diese "Reinen" Kasten stellen sich stark gegen jede soziale modernisierung der Gesellschaft und leben oft selbst im "privaten" ganz anders als in der Öffentlichkeit gezeigt wird. Eine ungeheure und unsinnigerweise disqualifizierung des Hinduismus, missbraucht als Unterdrükungsmittel der herrschenden Schichten.
Die allgemeine Bevölkerung hingegen ist sehr einfach und freundlich untereinander, das "Namaste" im besten Sinne verwendend.
Allgemeinen sind für die meisten Nepalesen einige Punkte jedoch sehr wichtig: der Respekt vor dem anderen als Person, das freundliche Reden auch im Konflikt und angemessene Bekleidung. So ist es immer angebracht, sich nicht als etwas besonderes darzustellen, was vor allem den Touristen oftmals schwerfällt. Die Küche sowie bestimmte Heiligtümer dürfen jedoch nicht von außenstehenden betreten oder verunreinigt werden.