geschichte tibets


FRÜHE GESCHICHTE

DAS MITTELALTER

DIE CHINESISCHE "BEFREIUNG"

VON 1951 BIS HEUTE




























 Frühe Geschichte

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Ürsprünglich wurde Tibet von Nomaden aus Zentralasien besiedelt, und man weiss relativ wenig über die frühe Geschichte. Die bekanntere Geschichte fängt mit den ersten Königen Tibets an. Tho-tho-ri-Nyantsen 173 V.C. war der erste König Tibets, als dieses noch nicht buddistisch, sondern dem Bön als Religion kannte.

Als eigentliches Zentrum, und zugleich Ursprung der tibetischen Kultur, entwickelte sich das fruchtbare Tal von Yarlung, 200 km süd&oiuml;stlich von Lhasa. Noch heute kann man das (zerstörte und wieder errichtete) Schloß von Yumbulakhang, Symbol Tibets, dort bewundern.

Als eigentlicher Gründer Tibets gilt der Sagenumwobene König Songsten Gampo, dreiunddreisigster Herrscher der Yarlung Dynastie (608-650 D.C.).

Im Jahre 641, heiratet Songtsen Gampo mit der Chinesischen Prinzessin Wen Cheng und der nepalesischen Prinzessin Bikhruti Devi, beide gläbige Buddistinnen. Durch diese beiden Prinzessinnen wird dr Buddismus zuu mersten mal nach Tibet gebracht.

Songtsen Gampo verlegt auch die Hauptstadt nach Lhasa, sendet Gelehrte nach Indien um die Sanskritsprache ins tibetische zu adaptieren. Auch die Gründung des Jokhang Tempels fällt unter seine Herrschaft.

654-676 erobert Tibet Chinesische Gebiete, welche zum Teil sofort wieder verloren gehen, zum Teil jedoch besetzt bleiben und schliesst 710 einen Friedensvertrag mit China.



 Das Mittelalter

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Alte Landkarte TibetsMit der Herrschaft von Trisong Detsen beginnt die eigentliche konvertierung zum Buddismus in Tibet, mit der Ankunft des Heiligen Padmasambhava, wird der Buddismus zur Staatsreligion und das Kloster Samye wird um 770 gegründet.

Die erste welle der "buddisierung" endet mit Trisong Detsen, und die Bö:npriester gewinnen wieder die Oberhand, für Tibet beginnt eine Periode der instabilität bis 1042, als der große indische Meister Atisha und weitere Yogi's den Buddismus erneut nach Tibet bringen.

Der berühmte und populäre Mystiker Milarepa schliesslich besiegt in einem sagenhaften Wettkampf der sich am Heiligen Berg Kailash in Westtibet abspielt, den Bön-po Führer und Tibet und leitet damit endgültig die Vorherrschaft des Bhuddismus in Tibet ein.

1072 wird das Kloster Sakya gegründet, Sitz der gleichnamigen Sekte (Sakya-pa). Sakya spielt eine grosse Rolle in der Geschichte Tibets, nachdem 1239 Mongolische Truppen unter Kulblai Khan Tibet erobern und Sakya die Herrschaft übergeben. Im Jahre 1391 wird der erste Dalai Lama, Gedun Khapa, geboren.

1624-63 erreiche erstmals "Ausländer", italienische Jesuiten, Tibet und zwischen 1670-1750 erobert China grosse Teile Tibets und sogar Lhasa. Mit dem Besuch des Jesuiten Ippolito Desideri im Jahre 1716, beginnen die eigentliche Kontakte mit der westlichen Welt

1774 erreicht schliesslich die erste britische Mission Tibet, 1864 dringen Nepalesische Truppen in Tibet ein, und erobern weite Teile des Landes auf den Marsch nach Lhasa. Aufgeschreckt durch den schnellen Vorstoß der Nepalesen und nach heftigen Kämpfen, ruft die Regierung die Hilfe von Chinesischen Truppen, die auch erfolgreich die Truppen Nepal's wieder aus dem Land vertrieben. China verlangt von Nepal daraufhin Tribut, welcher bis 1907 auch bezahlt wird.



 Die Jahrhundertwende bs zur "Befreiung"

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Im Jahre 1904 erreicht eine britische "Militärexpedition" unter Gewalt Lhasa. Der XIII Dalai Lama flieht nach Sikkim vorübergehend. Wichtigste Folge dieses Ereignises sind Kontakte mit dem Kloster Ganden und Einrichtung einer permanenten Britischen Residenz (Botschaft) in Lhasa.

Allarmiert durch die Britische Presenz, besetzen Chinesische Truppen Osttibet und Lhasa, und erst im Jahre 1912 erlangt der XIII Dalai Lama wieder die volle Macht über das Landt. Dies hindert die interessierten Grossmächte um Tibet, China, Russland und Britannien nicht, 1913-14 eine Konferenz in Simla über Tibet abzuhalten, die mit einem Vertrag enden sollte, um Tibets Status zu "regeln".

China verweigert jedoch im lezten Moment die Unterschrift, um seine Ansprüche auf Tibet nicht zu verlieren.

1933 stirbt der XIII Dalai Lama, und der XIV Dalai Lama, Tensing Gyatso, wird 1940 mit gerade 18 Jahren inthronisiert.
Die tibetischen Orakel sagen voraus "wann der eiserne Vogel fliegt, wird der Rote Mann kommen und die Zerstörung".

1949 erklät Mao Tsedong die Gründung der Volksrepublik China. Im Jahre 1950 flieht der Dalai Lama ins Exil nach Sikkim, von wo er jedoch wieder zurückkehrt, nachdem die Chinesische Regierung ihn beruhigt, nicht in Tibet einzugreifen.


 Von 1951 bis heute

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Aber China erachtete Tibet bereits seit geraumer Zeit als Teil des Imperiums, und 1951 erfolgt der Einmarsch der Roten Armee in Tibet auf Aufforderung von Teilen der tibetischen Regierung, das Wechselspiel der gegenseitigen Besetzungen wiederholt sich wieder einmal, jedoch sollten diesmal die Chinesen die Oberhand behalten bis heute.

Die Chinesischen Behörden mischen sich anfänglich nicht in die innenpolitischen Angelegenheiten Tibets ein, die Regierung behält alle Macht noch, aber interne Komplotte, erschweren den Dalai Lama, der noch sehr jung ist, die Macht zu behalten.

Nachdem Teile der tibetischen Bevölkerung vor allem in Lhasa revoltieren, flieht der Dalai Lama nach Indien im Jahre 1959, nachdem die Militärs ihn zu einer Veranstaltung allein einladen, aus Furcht vor einem Anschlag auf ihn.

Im Zuge der Flucht des Dalai Lama, flieht mit ihn vor allem auch die Elite und die Mönche, welche die Kommunistischen Machthaber Bejings am meisten fürchten. Das "einfache Volk" kann die Flucht jedoch nicht unternehmen, da diesem meist die Mittel fehlen, um sich ins Ausland abzusetzen. Im Jahre 1964 erklärt schliesslich China Tibet formal zur "Autonomen Provinz Tibet" und als intergalen Teil der Volksrepublik China.

Im Zuge der Kulturellen Revolution von 1966-76, erlebt China das ganze ausmass an Zerstörung, wie es nur durch irritierte Massen und fehlgeleitete Menschen passieren kann: die zerstörung von hundertausenden Tempeln und Klöstern, darunter auch in Tibet. Millionen Menschen in China werden vehaftet, geschlagen und zahllose getötet in dieser Sinnlosen "Kulturellen Revolution".

Der Dalai Lama sollte nicht mehr nach Lhasa zurückkehren, und die Tibeter gründen im Ausland zahllose Exilgemeinden und eine Exilregierung, welche erfolglos, wenn auch sporadisch mit Peking verhandelt im laufe der Jahre.
Tibet ist sicher ein Problem China's, welches gemeinsam mit den Tibetern eine Lösung sucht, denn ca. 2.500 tibeter verlassen jedes Jahr ihre Heimat.

Im Januar 2000 flieht der gerade 14jährige Karmapa Lama aus dem Tsurphu Kloster bei Lhasa nach Daramsala in Indien. Der Karmapa, zweiter Lama in der Hierarchie Tibets, ist auch von Peking anerkannt und seine Flucht hat diplomatische Probleme aufgeworfen, welche nur schwierig ui lösen sind.

Die "Tibetfrage" wird siche noch lange offen bleiben, auch weil China eine wichtige Rolle in der Welt übernimmt und Druck von aussen wenig Erfolg haben wird. Die komplizierte Frage Tibets im Kontext der Geschichte und aktuellen geopolitischen Lage wird eine Lösung nur langsam und mit vorsicht erlauben. China hat aber auch weit wichtere innenpolitische Probleme zu lösen als die Probleme von gerade mal 2-3 Millionen Tibetern ...


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