menschen und religionen
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Die Menschen Tibets |
Vieles ändert sich in den letzten Jahren für die Bevölkerung Tibets, vor allem durch die kontinuierliche Einwanderung von hauptsächlich Han- und andern chinesischen Volksgruppen, ist die Bevölkerungsstruktur in der Region stark verzerrt, und die Vision, daß die einheimische Tibetische Bevölkerung zu einer Minderheit im eigenen Land zu werden droht, ist nicht unbedingt von der Hand zu weisen in den urbanen Zentren der Autonomen Provinz Tibet.
Die offiziellen statistischen Zahlen betragen 1.900.000 Einwohner in Tibet, davon ca. 1.700.000 Tibeter, diese Zahlen werden aber angezweifelt, und unabhängige Schätzungen gehen von vermutlich um die 2.500.000 Einwohner aus.
Die zuwanderer aus China, angezogen durch Subventionen und Vergünstigungen des Staates, hoffen vor allem auf eine verbesserung ihres Lebensstandards, und kümmern sich relativ wenig um die politische und kulturelle Realität der Region und haben wenig Kontakt zu den Tibetern, ausser den mehr oder weniger offiziellen. In den meisten Orten gibt es eine inoffizielle, aber offensichtliche Trennung in chinesische und tibetische Viertel, wobei die chinesischen leicht and den modernen Infrastrukturen und den etwas Kitschigen mit ihren Fliessenfassaden gegenüber den traditionellen zu unterscheiden sind.
Der großteil der Tibeter bewohnt jedoch ländliche Gegenden und wo möglich, vermeiden ihrerseits ebenfalls kontakte mit den "Einwanderern", die hauptsächlich in die die Städte und an die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Tibets sich ansiedeln. Es gibt zwar keinen gegenseitigen Hass z.B., aber man ist vorsichtig und versucht nicht mehr als notwendigen Kontakt zu pflegen. Diese Situation entspannt sich zwar zusehends, ist aber noch immer ersichtlich.
Vor allen die jüngeren Generationen sind weniger versteift in alte Klischees (aber auch weniger Traditionsgebunden). Der Konsumismus und Neokapitalismus verwischt deutlich die Unterschiede zwischen den jungen Genertionen, die Regierung China's fördert massiv die Privatwirtschaft und so sind viele junge Menschen hier heute oftmals mehr "kapitalistisch" orientiert, als im eigentlichen "Kapitalistischen Westen", der noch vor wenigen Jahrzehnten vehement verurteilt wurde. "Coca Cola" vereint die Welt, könnte man etwas überspitzt kommentieren.
Der Tibetische Kulturkreis geht jedoch weit über die Autonome Provinz Tibet's hinaus, ein drittel des alten Tibets befindet sich ausserhalb der Autonomen Provinz in China, weiters bewohnen Tibetische Volkstsämme weite Gebiete des Hohen Himalayas in Nepal, Sikkim, Bhutan und Indien.
Die Sprache unterteilt sich in vier Hauptdialekte: Lhasa, Kham, Amdo und Chamdo. Allgemein wird der Lhasadialekt als die "Hochsprache" angesehen. Die Schrift ist jedoch immer die selbe.
Die Familienstruktur ist Poligam, und so kommt es oft vor, dass zwei Brüder die gleiche Frau heiraten, ein System, das sich in Jahrtausenden in dieser abgelegenen und unwirtlichen Region herrvorragend bewährt hat, um die Bevölkerung stabil zu halten. Außerdem gebenviele Familien einen Sohn oder Tochter in ein Kloster, was ebenfalls zum "Erfolg" der Familienplanung beigetragen hat. Das System hat durch Jahrhunderte eine stabile und selbstversorgende Kultur garantiert, welche erst in den letzten Jahrzehnten durch die neue politische Lage sich verändert hat.
Landwirtschaft
Über 90% der Tibetischen Bevölkerung leben von Land- und weidewirtschaft, die wenigen Landwirtschaftlinchen Zentren befinden sich in den fruchtbaren Tälern am Tsangpo, wie Kychu und Nuuang, sowie im Tal von Yarlung. Dort wird Landwirtschaft intensiv und mit Maschinen betrieben und Gerste, Weizen und Gemüse angebaut. Der Grosteil des Landes jedoch gibt wenig her und wird mit extensiver Landwirtschaft bzw. Weidewirtschaft belet. Grosse Yakherden werden von Hütern mit Pferden begleitet auf uralten Weiden zwischen den abgelegenen Ortschaften.
Die Nomaden
Tibeter sind zum großteil Nomaden, die durch die endlosen Steppen des tibetische Hügelland mit ihren Yakherden seit Jahrhunderten herumziehen. Ein Teil der Tibeter ist aber eigentlich Halbnomade und lebt in festen Wintersiedlungen und wandert nur in den wärmeren Monaten des Jahres zu den Weidegründen der Yaks, wo dann Zeltcamps die festen Häuser ersetzen.
Grundnahrung ist für diese Menschen die Gerste, die als geröstetes Mehl zu "Tsampa" wird, das man zusammen mt den Buttertee neben Fleischprodukten der Yaks als deren Grundnahrung betrachten kann.
Die Nomaden leben meist in traditionellen Yakzelten, sind aber Teilweise auch Wanderhändler. Salz, Butter, Kräter und neuerdings auch moderne Produkte handelnd. Viele sammeln wertvoller Bergkräuter, die als Medizin und als Rauchwerk vermarktet werden, das tibetische Salz gilt ähnlich den Bergsalz aus den Alpen als besonders "alt" und daher als besonders gutes Salz, das guten Absatz findet und Jahrhunderte den Karavanenhandel Tibets ermöglichte, bis 1959, als der Handel durch politische Entschidung Peking mehr oder weniger komplett versiegte.
In den letzten Jahren entwickelt sich aufgrund der besseren Beziehungen und der politischen Änderungen in Peking wieder ein Handel mit den südlichen nachbarn Nepal und Indien. Dies ermöglicht nun wieder einen kleinen Grenzhandel, der auch den Nomaden Tibets wieder zugute kommt. Mit Ladakh, Sikkim und Indien bestehen nur sehr begrenzte Grenzkontakte, mit Nepal ist der Grenzhandel generell gelockert worden.
Die Stadtbevölkerungen
Die grossen urbanen Zentren wie Lhasa, Tsedang, Shigatse, Gertse und Gyantse, sind dem Handel zugewandt, auch wenn sich um diesen Zentren die landwirtschaft zum Teil intensiv verbreitet. In einigen dieser Städte spielt der Tourismus eine zunehmende Rolle, da sehr viele Chinesen das "Dach der Welt" als Ziel ihres Urlaubs entdecken (jedoch relativ wenig westliche Touristen, siehe weiter unten).
Die Städte sind auch administrative Zentren und bieten somit viel Arbeit für die Bewohner (meist Einwanderer), und neue eher ungewohnte Aktivitäten wie Unterhaltung und Restaurationsgewerbe. Interessant zu beobachten ist auch der Umstand, das historische Minderheiten wie die Muslimen (als Metzger) und Newari (als Händler) langsam mit der vermehrten Einwanderungen aus den umliegenden Regionen Chinas Ihre Bedeutung verlieren und langsam aus dem Stadtbildern verschwinden.
Die grossen Städte Tibet veränder rapide Ihr ausehen durch neue Architektur und Strassenbau, so sehen grosse Teile Lhasa's mehr einer durchschnittlichen chinesischen Stadt, als denn der traditionellen tibetischen Stadt ähnlich. Das Nachtleben hat sich enorm verändert und die moderne hält rasend einzug in den Urbanen Zentren. Karaoke, westliches Essen und Kultur sind hoch angesehen und überdecken die triste Einheitskultur und Kleidung auch in Tibet mehr und mehr.
Ausserhalb Tibet's ändert sich das Bild über Tibet in China sehr, da die offiziellen Staatsorgane die Kultur und Religion offiziell stark positiv darstellen und aufwerten. Dies wird ersichtlich durch die Wahl der Tibetischen Antilope als offizielles Maskottchen für die Olympischen Sommerspiele 2008 unter anderen. Viele Chinesen sehen heute Tibet mit eher romantischen Gefühlen und verbinden Tibet mit alten Traditionen und Bhuddismus. Eine Entwicklung die durchaus für Tibet positiv zu bewerten ist, auch wenn die politische Situation sich kaum verändert.
Der tibetische Bhuddismus |
Der tibetische Buddismus ist eine besondere Form des Buddismus, eingeführt aus Indien und beinflusst von der vorbuddistischen Religion des Bön, hat er wenig mit dem allgemeinen Kontzept des Buddismus gemein. Es gibt neben einigen kleineren Schulen, generell vier grosse Schulen:
Nyingma-pa, Kagyu-pa, Sakya-pa und Gelug-pa
Diese Hauptschulen bilden zusammen den "tibetischen Buddismus", auch "Hinayana" oder "Vajrayana" genannt.
Der Buddismus gründet sich auf die "Lehren" des historischen Bhudda. Der tibetische Buddismus ist im Gegensatz zum klassischen Buddismus eine Verschmelzung verschiedenere Einflüsse und der vor-buddistischen Religion Tibet's, des Bön.
Im Laufe der Geschichte Tibets verdrängte der Buddismus die Bön Religion und wurde schliesslich unter dem V Dalai Lama in seine heutige Form mehr oder weniger transformiert.
Der tibetische Buddismus basiert prinzipiell aud allen Buddistischen Prinzipien, zusätzlich integriert er das System der Meister und Lehrer, in seiner höchsten Form als Dalai Dama.
Einig in den Prinzipiellen Fragen, sind die verschiedenen Schulen jedoch individuell struckturiert und unterstehen verschiedenen Lamas, so z.B sind der Panchen und Karmapa Lama nicht weniger wichtig als der Dalai Lama. Jedes Kloster hat seinen eigenen Abt, oder "Rimpoche" oder "Tulku", welche oftmals weit über das eigentliche Kloster oder gemeinschaft hinaus bekannt sind.
Die Führung des Klosters oder der Schule wird nach dem prinzip der Wiedergeburt über Generationen gesichert, und untersteht besonders geheimen Regeln und esoterischem Wissen.
Das religiöse Leben unterscheidet man kaum oder gar nicht vom weltlichen. Alle Reisen, seien sie geschäftlich oder privat, werden auch zu einer Pilgerfahrt benutzt.
Das Leben wird nicht als ein einziges betrachtet, sondern als etappe auf dem Weg zur ultimativen Bestimmung alle Wesen: der Erleuchtung und erlangung des Nirvana.
Besonders interessant ist hierbei, das der tibetische Buddismus sehr auf Mitgefühl und Solidarität achtet, zum Wohle aller Wesen.
Der tibetische Buddismus hat heute auch im Westen eine starke Stellung erhalten, einmal durch den exodus der Tibeter aus China, andererseits durch das wirken verschiedener wichtiger Lama's, welche den Westen bereisen, besonders jedoch durch das wirken des Friedensnobelpreistägers, S.H. Tensing Gyatso, den XIV Dalai Lama.
In Tibet ist der Buddismus ungebrochen erhalten, nicht nur als Identifikation mit der Kultur oder als Tradition, sondern als stark gelebte Wirklichkeit.
Unter "Internet Links" finden sich verschiedene interessante weiterführende Links zum Thema.
Festivals |
Religöse und profane Festivals in Tibet sind nicht oder nur schwer auseinander zu halten, da die Religion jedes Fest stark beeinflußt. Tänze (Cham) und Theater, sportlicher Wettkampf mit Pferden und Bogen sind tiefe Verbindung zu uralten Mythen und zu nomadischen Ursprung der Tibetischen Kulturgeschichte.
Die weite des Landes, die spärliche Besiedelung und die Einsamkeit machen jedes Fest zu einen treffen unter alten Bekannten, zu interaktion zwischen verschiedensten Charaktere und Menschen, die die Religion und Kultur verbindet. Nomaden und Bürger der Stadt treffen sich um sich auszutauschen, handeln und auch um eine Frau oder einen Mann kennenzulernen.
Alle Feste werden von Musik und Tanz begleitet, die berühmten "Cham" Tänze Tibets, ein Ereignis hohen Religiösen Werts und der Erbaung dienend. Aber auch Straßenmusikanten und Händler finden auf diesen Festen ausgiebig Kunden und so werden die Feste in Tibet zwischen Kirmes und Religiöser Festlichkeit immer für alle etwas bieten. Nicht zuletzt erfreuen sich alle am Chang (tibetisches Bier) und am Essen, das diese Feste begleitet.
Die größte Attraktion für westliche Besucher sind jedoch sicerlich die Teils aufwendig gestalteten Cham's, Tänze die viele Religiöse Aspekte und Geschichten erzählen. Die wohl berühmtesten Tänze sind jene des Shonton Festivals, während dessen die "Tibetische Oper" aufgeführt in Lhasa aufgeführt wird. Daneben bieten diese Tänze auch Gelegenheit die eigene Kultur zur erleben und erhalten, und vieleicht auch ein Anlass, Identität zu zeigen.
Die wichtigsten Feste in Tibet
Gyalpo Losar: Neujahrsfest, das wohl "weltlichste" Fest
Monlam Chemo: Das Grosse Klosterfest mit aufwendigen Zeremonien
Saga Dawa: Geburt, Erleuchtung und Tod des Bhudda
Gyantse Chode: Reiterfest in Gyantse
6-4 Festival: In Errinnerung an die Lehre Bhuddas
Shonton: Das grosse Theaterfestival, in Lhasa Tänze im Norbulingka
Die Daten der wichtigsten Festivals 2005
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Festival |
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